Die grundsätzlichen Ziele der Ergotherapie in der Psychiatrie sind die Entwicklung, Verbesserung und der Erhalt von
Psychischen Grundleistungsfunktionen wie Antrieb, Motivation, Belastbarkeit, Ausdauer, Flexibilität und Selbstständigkeit in der Tagesstrukturierung
Körperwahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung
Situationsgerechtem Verhalten, sozioemotionalen Kompetenzen und Interaktionsfähigkeit
Realitätsbezogenheit von Selbst- und Fremdwahrnehmung
Kognitiven Funktionen
Psychischer Stabilität und von Selbstvertrauen
Eigenständiger Lebensführung und Grundarbeitsfähigkeit
Therapiemethoden
Im wesentlichen sind dabei drei Therapiemethoden von Bedeutung
Kompetenzzentrierte Methode
Einsatz ausgewählter handwerklicher Techniken
Übungen aus dem lebenspraktischen- und Freizeitbereich
Erwerb verlorengegangener oder nicht vorhandener Fähigkeiten
Training von Fertigkeiten
Ausdruckzentrierte Methode
Verwendung von Therapiemitteln in kreativ − gestalterischer Form als Ausdrucksmittel, Mittel zur Darstellung, Kommunikationsmittel
Themen frei und gefühlsbetont ermöglichen Personennähe
Therapiemittel: Musik, Materialien
Interaktionelle Methode
Gruppendynamischer Prozess (Auseinandersetzung in der Gruppe, Miteinander in der Gruppe) Die Teilnehmer können verschiedene Positionen innerhalb der Gruppe einnehmen
Es ist jedoch schwierig, diese drei Behandlungsformen rigoros voneinander zu trennen, so dass oftmals eine Verknüpfung verschiedener Ansätze in die Behandlung einfliesst.
Therapieansätze vor allem im Bereich Pädiatrie sind u.a. z.B. (- und auch sie werden je nach Anwendungsbedarf gemischt):
Spieltherapie
Verhaltenstherapeutischer Ansatz
Videoanalyse mit Beratung und Verhaltensanleitungen

