Therapeutische Aspekte des Land- und Gartenbaus
Arbeiten in Land- und Gartenbau eignen sich in besonderer Weise für die Förderung seelisch Behinderter und unterscheiden sich in verschiedener Hinsicht von der in geschlossenen Räumen stattfindenden Industriearbeit.
In Land- und Gartenbau sind die Sinnzusammenhänge für den Beschäftigten meist einfacher zu erkennen. Dem behinderten Menschen fällt es leicht, einen unmittelbaren Bezug zu seiner Arbeit herzustellen und sich damit zu identifizieren. Dem Bewegungsbedürfnis kommt die Auslastung durch körperliche Arbeiten entgegen. Vereinzelt sind Betreute besonders sensibel und ein industriellen Arbeitsbereich ist der Therapie nicht förderlich.
Nach einem Wechsel in einen unserer „grünen Arbeitsbereiche“ werden die Beschäftigten oftmals zu wichtigen Leistungsträgern.
Besonders wichtig für den Menschen mit Behinderung sind die natürlichen Regelmäßigkeiten, die bei der Arbeit im Land- und Gartenbau erlebt werden. Sowohl die Tierhaltung als auch der Anbau und die Ernte von Pflanzen erfordern regelmäßige und immer wiederkehrende Arbeiten.
Der überwiegende Aufenthalt im Freien lässt den Wechsel von Tages- und Jahreszeiten als etwas Elementares erleben und die Zeit wird für den Beschäftigten begreifbar als Wachstums-, Reife- und Erntezeit .

